FBF 600 

Feldbahn Freunde 600 mm

       Bezeichnung       

 

 

Erklärung der Bezeichnungen von Eisenbahnen in Deutschland

Die meisten Begriffe werden in der Regel am Beispiel Preußens erklärt. 75 % der deutschen Eisenbahnen waren preußisch. Die anderen Länder regelten die Dinge im Laufe der Zeit ähnlich und die anfänglichen juristischen Unterschiede wurden geringer. Andere Begriffe sind genereller Art und gelten nicht nur für deutsche Landen.

Staatsbahnen sind Bahnen des öffentlichen Verkehrs, errichtet auf Betreiben und Rechnung des Staates. Meist verschuldete sich der Staat für diese Baumassnahmen. Da es bei dringlichen oder kostenintensiven und risikoreichen Baumaßnamen immer wieder zu Verzögerungen kam, wenn Geldmittel nicht rechtzeitig oder verspätet zur Verfügung gestellt werden konnten, was vor allem nach Kostenüberschreitungen oder bei staatlichem Geldmangel geschah, suchte man nach anderen Geldquellen. Eine beliebte Lösung war, den Bahnbau erst mal mit privaten Mitteln zu finanzieren.  nach Oben 

Privatbahnen sind Bahnen, die nach nach dem preußischen Eisenbahngesetz von 1838 konzessioniert waren. Dieses Gesetz war rund 100 Jahre in Kraft. Die Privatbahnen waren jedoch alles andere als Privat. Das Gesetz regelte die Gründung, den Bau und Betrieb von Eisenbahnen und die für den Bahnbau notwendigen Abtretungen von Grund und Boden. Die Bahnen waren als Aktiengesellschaften zu gründen und der Staat hatte ein Ankaufsrecht der AG nach frühestens 30 Jahren. Die Bahnen wurden zwar nicht auf Staatskosten erstellt, jedoch trat dieser des öfteren über Beteiligungen in die Eisenbahn AG ein und bestimmt über das Genehmigungsverfahren und die Gesetzgebung bei der Gestaltung der Bahnunternehmen mit. Der Staat hatte Vertreter im Aufsichtsrat und der Verwaltung der Bahnen. Fast alle diese Bahnen wurden später verstaatlicht. Viele dieser Bahnen waren Kreis- oder Kommunale Betriebe. Privat war eine Frage der Finanzierung, staatliche Interessen standen jedoch im Hintergrund. Heute muss bei Privatbahnen unterschieden werden, zwischen den reinen Dienstleistungsanbietern mit eigenem Rollmaterial auf fremden Gleisen und denen mit eigenem Gleisnetz.  nach Oben 

Hauptbahnen sind Eisenbahn des Fern- und Hauptverkehrs (also stets Vollbahnen).  nach Oben 

Nebenbahnen sind Eisenbahn in Normalspur von regionaler Bedeutung mit einfacherem Ausbau und meist geringerer Tragfähigkeit der Gleise. Es gelten meist die gleichen Vorschriften wie auf Hauptbahnen. Es gibt jedoch in der EBO einige Erleichterungen für die Bauausführung der  Strecken und deren Betrieb. Siehe auch Lokalbahnen und Kleinbahnen nach Oben 

Kleinbahnen - Auf dem Internationalen Eisenbahnkongress 1892 in Petersburg hatte man entschieden, für künftig zu bauende Eisenbahnen mit untergeordneter Bedeutung nur 4 Spurweiten (1435 mm, 1000 mm, 750 mm und 600 mm) zu empfehlen. Kleinbahnen ist ein juristischer Begriff für diese Bahnen aus Preußen, er bezeichnet keine Spurweite. Die Kleinbahn wird vor allem in der heutigen Literatur oft fälschlicherweise als Schmalspurbahn bezeichnet. Über den Begriff Kleinbahn hatte die Fachwelt seinerzeit heftig gestritten, fand jedoch keinen besseren. Kleinbahnen sind Eisenbahnen die auf der Grundlage des preußischen Kleinbahngesetzes vom 13. August 1898 genehmigt, gebaut und betrieben wurden. Der § 9 der Ausführungsanweisung zum Kleinbahngesetz lässt neben der Regelspur die Spurweiten von 1000 mm, 750 mm und 600 mm zu, anders wie in Bayern, wo Lokalbahnen nur Regelspur haben.Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes waren in Preußen rund 1000 km der Eisenbahn sogenannte Kleinbahnen, davon ca. 115 km normalspurig. alle anderen waren schmalspurig in 8 Spurweiten. Rund 360 km hatten 600 mm, 255 km hatten 1000 mm und140 km waren in 750 mm ausgeführt. Der Rest verteilte sich auf 900 mm, 800 mm, 785 mm, 780 mm und 720 mm Spurweite. Die Kleinbahnen hatten die Aufgabe Regionen, die nicht an die großen Fernverbindung angeschlossen waren, an diese anzubinden. Sie hatten somit nur regionale Bedeutung. Das Kleinbahngesetz regelte die Kapitalbeschaffung, die Mindestanforderung bei Bau und Ausstattung und die Betriebsführung. Kleinbahnen sind "normale" Eisenbahnen und keine Feldbahnen. Bei einigen Spurweiten kommt es später auch zur Verwendung von Feldbahnmaterial auf Kleinbahnen, vor allem bei den Spurweiten 900 mm und 600 mm Rollmaterial des Erdbaus und bei der 750 mm und 600 mm Spur außerdem Material des Heeres. Normalspurige Kleinbahnen sind Nebenbahnen, aber nicht jede Nebenbahn ist eine Kleinbahn, denn Kleinbahnen waren eigenständige Betriebe, oft wurde die Betriebsführung einer anderen Bahn (z.B. der Staatsbahn) übergeben.  nach Oben 

Feldbahn hat mit Landwirtschaft, auch wenn es meist behauptet wird, erst mal nichts zu tun. Genauso wenig wie Schlachtfeld, Feldversuch, Prüffeld, Betätigungsfeld oder das Sichtfeld dieses tun und auch die Flugbahn ist keine Eisenbahn, der Feldarzt ist kein landwirtschaftlicher Arzt (Tierarzt) und auch der Feldherr ist kein Landwirt ist. In der deutschen Sprache bezeichnet der Begriff Feld einen überschaubaren abgegrenzten Bereich (Gebiet), wenn es sich um eine Fläche handelt, wird meist sogar davon ausgegangen, dass die Fläche relativ eben ist. Eine Feldbahn ist also eine Bahn, die in einem überschaubaren abgegrenzten Bereich betrieben wird, z.B. einem Abbaufeld eins Bergbaubetriebes, egal ob ober- oder unterirdisch. Feldbahnen kommen aus dem Bergbau und sind immer Materialbahnen. Es gab sie schon dort, als die Verwendung für andere Zwecke unbekannt war. Mit Landwirtschaft hat dieses also nichts zu tun (höchstens mit dem Anbaufeld eines Landwirtschaftlichen Beriebes), aber auch nicht -  wie gerne behauptet wird - mit Schmalspur. Das über 95% der Feldbahnen Schmalspurbahnen sind, hat einen anderen Grund. lm Bergbau ist es die Profilbeschränkung, die ein kleines Profil erfordert. Bei den oberirdischen Feldbahnen war es der zeitlich begrenzte Aufbau, sie werden deshalb auch als fliegende Bahnen oder transportable Bahnen bezeichnet. Da fliegende Bauten auch nicht abheben, sondern nur provisorisch sind, ist es bei der fliegenden Bahn genauso, sie ist provisorisch. Und alles was provisorisch ist und irgendwann transportiert werden muss, führt man möglichst leicht und handlich aus. Deshalb sind fast alle Feldbahnen schmalspurig, denn ab einer gewissen Größe leidet die Flexibilität und Transportmöglichkeit, vor allem, wenn nur die Muskelkraft zur Verfügung steht. Leicht bedeutet auch einfach und unkompliziert und so sind die Fahrzeuge, die Gleise und die Betriebsführung gestaltet. Da es sich bei Feldbahnen um ein nicht öffentliches temporäres Transportmittel handelt, gibt es, sofern es gewerblich oder industriell genutzt wird, nur Unfallverhütungsvorschriften. Es gibt keine weiteren Gesetze und Bauvorschriften. Anders kann es werden, wenn die Feldbahn öffentlich eingesetzt wird, dann wird die Feldbahn zu richtigen Eisenbahn, mit allen rechtlichen Vorschriften und Auflagen. Und nun zur Landwirtschaft, Decauville entwickelte 1875 für seine landwirtschaftlichen Güter ein transportables schmalspuriges Bahnsystem mit dem er schnell die Ernte von den Felder und Äckern in die Scheunen seiner Güter bringen konnte. Einen ähnlichen Ansatz hatte auch Sir Heywood zu gleichen Zeit für seine Liliputbahnen. Grundlage des Decauvillschen Systems waren leichte transportable Gleisrahmen. Diese ließen sich von 2 Mann auslegen. Die Wagen wurden mit der Hand geschoben oder durch Pferde gezogen. Diese Bahnen werden in der zeitgenössisch Literatur als Landwirtschaftsbahnen oder Wirtschaftsbahnen bezeichnet und nicht als Feldbahnen, zu den sie selbstverständlich gehören. Sie haben maßgeblich zur Verbreitung des vorgefertigten standardisierten Gleissystems und dazugehörigen Fahrzeuge geführt. Auch wenn es anfangs nur Herstellernormen gab, die Systeme glichen sich sehr stark und waren kombinierbar, konnten auf Lager gefertigt werden und von dort bei Bedarf  sofort geliefert werden. In der Geschichte dienten Feldbahnen auf Grund der überschaubaren Verhältnisse des öfteren der Erprobung neuer Techniken. Die ersten Motorlokomotiven und die ersten Elektroloks wurden auf Feldbahnen erprobt.  nach Oben 

Heeresfeldbahn ist die militärische Ausführung der Feldbahn. Sollte man meinen, aber es muss genau hingeschaut werden. Die Heeresfeldbahn des ersten Weltkrieges in 600 mm ist eine echte Feldbahn und erfüllt alle Kriterien einer Feldbahn. Das System ist genormt. Alle Teile sind mit einfachen Mittel zu verladen, leicht zu transportieren, einfach in der Konstruktion, leicht zu reparieren. Auch beim Aufbau hält sich alles im vertretbaren Rahmen. Es hat durchaus Ähnlichkeit mit einer zu groß geratenen Modelleisenbahn. Anders ist es im zweiten Weltkrieg. Der Wunsch nach größeren Transportleistungen und auch der Zwang größere Entfernungen überbrücken zu müssen, führte zu Fahrzeugen die keine echten Feldbahnfahrzeuge mehr sind. Diese Fahrzeuge, wie eine 1'E1'  400 PS Dampflok mit 1000 t Zuglast und 38 t Dienstgewicht, sind keine Feldbahnfahrzeuge mehr sondern sind den Kleinbahnfahrzeugen zu zuordnen. Das gleiche gilt auch für die 3.Kl Personenwagen mit el. Beleuchtung, Dampfheizung und Abort der Firma Linke - Hofmann - Busch aus Breslau  Die Planungen sahen den bevorzugten Einsatz von Feldbahnen mit 750 mm Spurweite vor, da man beabsichtigte auch Panzerfahrzeuge mit der Feldbahn zu transportieren. Es wurden dann jedoch mehr 600 mm Feldbahnen eingesetzt. Und nur diese Fahrzeuge lassen sich auch als Feldbahnfahrzeuge bezeichnen.  nach Oben 

Die Militärbahn darf nicht mit der Heeresfeldbahn  verwechselt werden. Militärbahnen gab und gibt es auf der Welt nur sehr wenige. In Deutschland gab es nur eine in Preußen. Die Militärbahn von Berlin-Schöneberg über Zossen zum Kummersdorfer Schießplatz. Die Bahn war normalspurig, anfangs rund 45 km lang und wurde 1875 eröffnet. Sie wurde 1897 bis Jüterburg Schießplatz verlängert und betrug nun 70,6 Km. Die Bahn diente der Ausbildung von Soldaten im Eisenbahnbetriebsdienst. 1888 wurde der zivile Vorortverkehr mit übernommen. Um die Kosten der Strecke zu mindern diente die Bahn des öfteren als Teststrecke für Bahnmaterial . 1904 wurden Schnellfahrversuche mit Drehstrom-Elektrolokomotiven unternommen und ein Weltrekord durch einem Triebwagen der AEG mit 210,2. km/h aufgestellt. 1919 wurde die Bahn der Preußischen Eisenbahn übereignet.  nach Oben 

Pionierbahnen sind keine Militärbahnen sondern eine Spezialität des ehemaligen Ostblocks. Die Pioniereisenbahnen (Parkeisenbahnen) gehen auf russische Vorbilder vor dem zweiten Weltkrieg zurück. Nach dem Weltkrieg fanden sie im gesamten Ostblock ihre Nachahmer. Betrieben wurden sie in der DDR von den Jungen Pionieren, der Jugendorganisation der SED. Die Bahnen waren der Reichsbahn zugeordnet und sollten Kinder und Jugendliche dem Bahndienst zuführen. Es sollte noch vor der Ausbildung das Interesse für die Eisenbahn geweckt werden und vorbereitend ausgebildet werden. Zu den Bahnen gehörte ein komplettes Kinderbetreuungsprogramm mit Kindertagesstätten, Hobbystätten und weiteren Jugendvergnügungsstätten. Die Bahnen in Berlin, Cottbus, Chemnitz, Plauen, Görlitz, Jena und Gera  hatten eine Spurweite von 600 mm und basierten auf Feldbahnmaterial. Die Bahnen in Dresden und Leipzig waren echte Liliputbahnen  mit einer Spurweite von 381 mm = 15'. Die Pionierbahnen wurden auf der Grundlage eine eigenen EBO für Pionierbahnen errichtet. Nach der Wiedervereinigung wurden die Verbindung zu den Jungen Pionieren und zur Reichsbahn gelöst und meist auch die anderen Nebentätigkeiten beendet. Geblieben ist der reine Fahrbetrieb, nun meist unter musealen Gesichtspunkten. Der Name Pioniereisenbahn ist verschwunden, die meisten nennen sich nun Parkeisenbahnen.   nach Oben 

Pionierpark das ist nun doch was militärisches. Korrekt lautet die Bezeichnung Eisenbahnpionier-Park. Hierbei handelt es sich um ein Übungs- und Lehrgelände der Eisenbahnpioniere und um das Depot von Feldbahnmaterial im Frieden.  nach Oben 

Vollbahnen sind Eisenbahn deren Ausbau, Betriebsabwicklung und Tragfähigkeit der Gleise dem normalen Stand entsprechen, also nicht vereinfacht sind oder einem niedrigen Stand entsprechen (Unabhängig von der Spurweite!).  nach Oben 

Sekundärbahn ist die sächsische Variante einer Nebenbahn mit vereinfachter Ausrüstung und Betriebsführung. Eine Kleinbahn nach preußischer Art kannte man in Sachsen nicht. Sekundärbahnen sind keine Schmalspurbahnen.  nach Oben 

Lokalbahn ist eine Nebenbahn nach dem bayerischen Lokalbahngesetz von 1882. Das Lokalbahngesetz regelte vor allem die Grundstückbeschaffung und Finanzierung. Lokalbahnen sind Bahnen von lokaler Bedeutung, die nur dann durch den Staat zur Ausführung kommen, wenn die Interessierten mindestens den für den Bahnbau und dessen Zubehör nötigen Grund und Boden kostenlos und lastenfrei zur Verfügung stellen. Eine Lokalbahn ist also keine Schmalspurbahn. In der Bau- und Betriebsordnung von 1905 kommen Lokalbahnen nicht mehr vor. Es wird nur noch zwischen Haupt- und Nebenbahnen unterschieden. Die Reglung für den Grunderwerb gilt bei den Nebenbahnen jedoch weiterhin.  nach Oben 

Werksbahnen sind nicht öffentliche Bahnen, die in oder zwischen Fabriken, Fabrikationsstätten und Werken verkehren. Oft haben sie bei gleicher Spurweite einen Anschluss an die öffentliche Eisenbahn. In den meisten Fällen entspricht dann das Rollmaterial bis auf Spezialwagen dem der "normalen" Eisenbahn. Über die Spur gibt es jedoch keine Aussage, eine Werkbahn kann durchaus im gleichen Werk über mehrere Spurweiten verfügen (z.B. wie bei der BASF). Die Bauform der Fahrzeuge kann dem üblichen Standard der verwendeten Spurweite entsprechen, sie können auch - wie im Braunkohlentagebau - erheblich abweichen. Außerdem ist eine gewisse Vorsicht mit dem Begriff Werkbahn geboten, es kann sich auch um eine Hänge- oder Seilbahn handeln, es kann auch eine einfache Feldbahn sein. Werksbahnen werden auch oft als Industriebahnen bezeichnet, was die Sache auch nicht weiter erhellt, den Spurweite und Bauweise lassen sich daraus nicht ableiten. In der DDR unterlagen die Werkbahnen in Steine- und Erden-Betrieben und dem Braunkohlenbergbau dem Bergbaugesetz. Konkret wurden sie in der Arbeitsschutz- und Brandschutzanordnung 122/1 im Abschnitt XI. Förderung mit Werkbahnen geregelt. In Ermangelung eines einheitlichen Bergrechtes gelten diese Vorschriften weiterhin auf dem Gebiet der neuen Bundesländer. Dieser Abschnitt mit 22 Seiten hat den Charakter einer EBO für Werkbahnen.  nach Oben 

Materialbahn, bei dem Begriff ist die gleiche Vorsicht wie bei Werkbahnen geboten. Hier wird Material transportiert, meist auf Schienen, muss aber nicht so sein. Das Material kann auch hängen oder schweben oder mit einem Flurförderfahrzeug unterwegs sein. Selbst Förderbänder könnten hier als Transportbahn drunter fallen. Mit diesem Begriff können also falsche Vorstellungen geweckt werden.  nach Oben 

Wirtschaftsbahnen so werden Bahnen bezeichnet, die auf großen Gütern oder Ländereien in der Landwirtschaft eingesetzt wurden. Meist dienten sie dem Erntetransport. Vom Prinzip her ist jede Spurweite denkbar. Meist waren es Feldbahnen, seltener Liliputbahnen. Im Gegensatz steht die Werksbahn oder Industriebahn nach Oben 

Breitspurbahnen Alle Bahnen größer wie Normalspur 1435 mm.  nach Oben 

Normalspur = 1435 mm Spurweite, wird auch als Stephenson Spur, Regelspur oder Vollspur bezeichnet.  nach Oben 

Vollspurbahn ist in Deutschland eine Bahn in Regelspur.   nach Oben 

Regelspur in Deutschland und Mitteleuropa = Normalspur 1435 mm. Vorsicht!,  in einigen Ländern ist die Breitspur (Russland, Spanien, Portugal) oder die Kapspur (Schmalspur) (Südafrika, Japan) die Regel.  nach Oben 

Schmalspurbahnen  Alle Bahnen kleiner wie die Normalspur 1435 mm. In der Regel bis zu einer Spurweite von 450 mm. Typische Vertreter dieser Spurweiten sind die Kapspur, die Meterspur, die 750 mm und die 600 mm Spur.  nach Oben 

Liliputbahnen sind Wirtschafts-, Ausstellungs- und Gartenbahnen der Spurweite 15 Zoll  ( 381 mm ) und etwas kleiner. In den USA auch 18 Zoll (457 mm). Sie dienen heute überwiegend dem Personentransport, in den Anfängen sind sie als Wirtschaftsbahnen für größere landwirtschaftliche Güter konzipiert worden. Sie haben somit den gleichen Ursprung wie die Feld- und Waldbahnen im Materialtransport. Im Gegensatz zur Feldbahn sind sie (fast) maßstäbliche Verkleinerungen der normalen Eisenbahn, so dass auch verkleinerte Fahrzeuge auf 600 mm zu den Liliputbahnen gezählt werden. Bei der Entwicklung der Liliputbahnen standen immer wirtschaftliche Überlegungen im Vordergrund. Beengte Platzverhältnisse und geringer finanzieller Aufwand und der zu erwartende Gewinn waren ausschlaggebend. Dieses rückte diese Bahnen in ihren Anfängen nah an das Konzept der Schmalspurbahnen. Der Adlige Sir Arthur Percival Heywood klärte um 1875 in Versuchen mit Spurweiten zwischen 9 und 15 Zoll welche kleinste Spurweite noch einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb zuläst. Ihm erschien 15 Zoll am zuverlässigsten, da hier auch noch ein sicherer Reibungsbetrieb mit vernünftigen Zuglasten möglich war. Er wollte diese Bahn als Wirtschaftsbahn einsetzen und errechnette eine Transportkapazität von 5 -10 000 Tonnen jährlich. 1875 erbaute er auf seinem Landgut eine 1,5 km lange Strecke in 15 Zoll für den Transport von landwirtschaftlichen Gütern, Baumaterial und Abfall. Es kam nach kurzer Zeit auch die Beförderung von Personen hinzu. Das Interesse für diese Bahnen hatte ihren Höhenpunkt um die Jahrhundertwende (1900). Fast alle in dieser Zeit gebauten Bahnen waren ortsfest. Danach wurden die meisten Bahnen wegen meist finanzieller Schwierigkeiten wieder stillgelegt. Andererseits wurden nun durch die Verwendung standardisierter Loks und Gleise diese Bahnen vermehrt auf Ausstellungen und in Vergnügungsparks für den Personentransport eingesetzt. 1915 und 1927 wurden in England zwei öffentliche Bahnen als Liliputbahnen eröffnet. Liliputbahnen wurden im Gegensatz zum Konzept von Decauville nie als fliegende Bahnen errichtet, sondern immer für ortsfesten längeren Betrieb konzipiert. Auch einige Pionierbahnen sind Liliputbahnen.   nach Oben 

Gartenbahnen sind alle Bahnen 18 Zoll und kleiner die im Freien betrieben werden. Bis 4 3/4 Zoll (120,6 mm) ist Personenverkehr, allerdings nur mit Kindern möglich. Ab 7 1/4 Zoll können auch Erwachsene befördert werden, müssen jedoch stillsitzen und einige Körperbeherrschung für einen sicheren Transport mitbringen. Ab 10 1/4 Zoll (260 mm) ist ein sicherer Transport möglich. Größere Massen lassen sich jedoch erst ab 15 Zoll (381) vernünftig bewältigen. Ab 18 Zoll (457 mm) bzw. 20 Zoll (508 mm) beginnen die Feldbahnen und Schmalspurbahnen, wenn die Fahrzeuge dieser Spurweiten maßstäbliche Nachbauten normaler Fahrzeuge sind werden sie noch den Liliputbahnen und damit den Gartenbahnen zugeordnet.  nach Oben 

Industriebahn ist eine Eisenbahn die dem Güterverkehr dient. Sie ist im Prinzip eine Werkbahn, jedoch außerhalb der Werke als Zubringer zu verschiedenen Abnehmern. Diese Bahnen sind meist Normalspurig und werden von Regelfahrzeugen befahren. In Oberschlesien waren sie auch Schmalspurig mit der seltenen Spurweite von 785 mm.  nach Oben 

Transportable Bahnen und Fliegende Bahnen so werden in der Regel auch die Feldbahnen bezeichnet. Aber auch Schaustellerbahnen fallen darunter und auch bei den Feldbahnen ist Vorsicht geboten. Schweres Feldbahngleis auf Holzschwellen ist nicht transportabel und auch schweres Rahmengleis gilt auf Grund seines Gewichtes nur als halbtansportabeles Gleis.  nach Oben 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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