FBF 600 

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Feldbahn Freunde 600 mm

Dieses ist die wahrscheinlich älteste Darstellung einer Bahn.

  Um 1519

Förderwagen  mit Spurnagel

Im Zeitalter der Glaubensspaltung und Reformation

Der Anfang im Bergbau - Die ersten Bahnen 

Besagte Bretter und Bohlen aber auch Rundhölzer waren zu eigenen Fahrwegen geworden. Geschehen war es im Bergbau. Ob nun im Harz oder in Transsylvanien, darüber streiten sich die Gelehrten. Tatsache ist, das in einer größeren Zahl von Abhandlungen des 16. Jahrhunderts von hölzernen Wagenbahnen berichtet wird. Die bekannteste stammt von Gregorius Agricola (Gregor Bauer) aus dem Jahre 1556. Aber er hatte schon Vorläufer. Sebastian Münster hatte sechs Jahre vorher eine Grubenbahn im Elsaß beschrieben. Aber auch in Tirol und in Osteuropa gab es sicher schon solche Bahnen. Man kennt ein Glasfenster aus der Zeit um 1350 was so etwas wie einen schienenähnlichen Transportweg zeigt. Es ist anzunehmen das die Burgen und Kathedralen dieser Zeit nicht ganz ohne solche Hilfen erstellt wurden.

Von all den nun aufkommenden Wagenbahnen liefen die wenigsten in Spurrillen, nur eine Zwangsweise Spurführung war ihnen gemeinsam. Wie das erreicht wurde war sehr unterschiedlich. Sicherlich war der Aufbau der Wagenbahnen sehr von dem zur Verfügung stehenden Material und den Besonderheiten des Einsatzortes abhängig. Vor allem die am Anfang vorhandenen Mittel werden den Ausschlag gegeben haben. Eines ist aber allen gefundenen Lösungen gemeinsam, es gibt sie in irgend einer Variante auch noch heute und alle der geschilderten hölzernen Wagenbahnen kamen ohne die klassischen Spurrillen aus. Es war die Suche nach dem einfachen Fahrwegsystem. Er sollte mit wenigen Teilen und Mitteln herzustellen sein und bekannte Techniken nutzen.

Nun die wichtigsten Bauarten und ihre Technik im einzeln.

Bahnen auf Bohlen mit Spurnagel

Diese Bauart dürfte die einfachste sein. Man nehme zwei Bohlen lege sie mit etwas Abstand neben einander. Darauf kann nun ein 4-rädrigenTransportkarren geschoben werden. Damit er nicht abgleitet kommt zwischen die Räder ein Spurnagel der in die Rille zwischen den Bohlen hineinragt. Fertig ist die Spurhaltung. Das läst sich noch verfeinern. Die vorausfahrenden mussten den Spurnagel haben, nur dann schob es sich leichter. Mit Spurnägel an beiden Achsen zwängten die Wagen und liefen schwerer. Nur ein Nagel an der hinteren Achse machte an der vorderen Achse ein Lenken erforderlich, mit der Gefahr des sich schlagartig umdrehenden (wendenden) Fahrzeuges.

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